MC18 NOV17x2

Social Media Icons Shop 55

 

 

Choses Secrètes

 

Nouveau Cinema Francais: Jean Claude Brisseau

Sandrine arbeitet als Bedienung in einer Striptease-Bar. Sie ist fasziniert von der Tänzerin Nathalie, der die Männer zu Füssen liegen. Ihre Tätigkeit ist für sie gleichzeitig unvorstellbar und reizvoll. Als beide nach einem Streik mit dem Barbesitzer gefeuert werden und ohne Job auf der Strasse sitzen, nimmt Nathalie Sandrine mit nach Hause und lässt sie bei sich wohnen. Zwischen den Frauen entwickelt sich eine - größtenteils - platonische Freundschaft. Nach wie vor ist Sandrine von der Vorstellung sich vor anderen auszuziehen und begehrt zu werden fasziniert. Der Mut ihre Wünsche allerdings zu verwirklichen fehlt ihr dagegen. Nathalie erteilt ihr schließlich „Nachhilfe" und verhilft Sandrine zu mehr sexuellem Selbstbewusstsein. Um der bisherigen erfolglosen Jobsuche ein Ende zu bereiten, beschließen die Freundinnen mithilfe ihres Körpers an die entsprechenden Positionen zu gelangen. Schon nach kurzer Zeit erliegen die Männern ihren Reizen und sie erklimmen Stück für Stück die Karriereleiter. Nur der undurchsichtige Sohn des Direktors, fällt auf ihre Spielchen nicht rein. Ehe sie sich versehen, sind sie selbst Teil eines Spiel, dessen Fäden sie nicht in den Händen halten. Die Regeln haben sich geändert...

Jean-Claude Brisseau zeigt in seinem bis zur letzten Sekunde fesselnden „Choses Secretes" die Mechanismen der Gesellschaft und der Sexualität. Problemlos gelingt ihm der Spagat zwischen bis in den Zuschauerraum prickelnder Erotik, spannender, gesellschaftskritischer Handlung und Humor. Sieben Jahre hat Brisseau an diesem Film gearbeitet und sich zeitlebens dafür interessiert, was Frauen sexuell bewegt. Herausgekommen ist ein sehenswerter Film, der Frauen und Männer gleichermaßen gefallen wird. Lobenswert ist besonders auch die schauspielerische Leistung der beiden Hauptdarstellerinnen Sabrina Seyvecou und Coralie Revel, die vorher hauptsächlich in Serien gespielt haben und hier äußerst freizügig agieren mussten.

 

Gesehen am 05.07.03 von Birgit Bagdahn

 

Banner Regie GK 4000

Banner Regie GK 4000

Weitere neue Artikel

Auf der Berlinale 2025 sprachen wir mit der Dänischen Regisseurin und Drehbuchautorin Jeanette Nordahl über ihren berührenden Film "Beginnings"

Das extrem beliebte Genre hat sich durch immer bessere VFX Effekte stark verändert. Kommt mit, wir tauchen da tiefer hinein...

In der Berlinale-Reihe "Panorama" erzählt die Regisseurin in "Schwesterherz" sehr beeindruckend von einem moralischen Dilemma

In der Berlinale-Reihe "Panorama" erzählt der Film "Hysteria" von Dreharbeiten zu einem politischen Thema, die immer schwieriger werden...

Wie arbeiten Grundierung und Puder zusammen und wie korrigiert man Hautunreinheiten, Rötungen und mehr?

Wie betont, wie versteckt man Gesichtspartien durch Konturieren und was ist mit Tattoos?

Zu den Aufgaben des Maskenbilds gehört die richtige Wahl der Farbtöne und die Abstimmung mit Kamera und Licht. Was bedeutet das für die Farbpaletten?

Für ruhige Filmaufnahmen aus der Hand bieten sich Objektiv,- und Sensorstabilisierung an. Welche ist besser oder braucht es die beide?

 Im richtigen Leben möchte man ihnen nicht begegnen,- im Kino sieht es ganz anders aus...

Geheimagenten sind im Kino zu schillernden Figuren geworden, was macht Agentenfilme so attraktiv?

Wie kommt das Alter auch jenseits romantisierender Almöhi- oder Harald & Maude Geschichten realistisch im Kino vor? Eine Suche...

So wie es "Slow Food" oder "Slow Sex" als Entschleunigung gibt, kann man das Wandern im Film als eine Art "Slow Roadmovie" ohne Auto bezeichnen...