MC18 NOV17x2

Social Media Icons Shop 55

Blackmagic Ursa

 

Mit der Ursa brachte Blackmagic eine preiswerte Produktionskamera heraus, der man allerdings anmerkt, dass der Hersteller keine lange Tradition im Kamerabau hat. Doch fangen wir mit den augenfälligen Vorteilen an:

 

Zunächst einmal kommt die Kamera zu einem vergleichsweise niedrigen Preis mit einigen Features daher, die man bei anderen Kameras dieser Art nicht findet. Als erstes fällt einem das riesige 10 Zoll Display (1920 X 1200 Pixel) auf. Was für eine genaiale Idee, endlich mal nicht so ein winziges 3 Zoll Notdisplay an die Kamera anzubauen, welches man ohnehin durch ein weiteres, externes Minidisplay erweitern muss, sondern gleich etwas Gescheites. Und zum Bedienen der Menüfunktionen gibt es auf der anderen Seite der Kamera noch ein 5 Zoll Touchdisplay.

 

Sie hat einen APS-C Sensor, kann also ähnliche Schärfentiefeverhältnisse wie 35 mm Analogfilm anbieten und liefert eine Auflösung von 4,6 K. Also alles Bestens. Es gibt sie in einer Version mit Canon EF Mount, wodurch preiswerte Fotoobjektive verwendet werden können. Selbstverständlich verfügt die Ursa über alle notwendigen Anzeigen zur Belichtungskontrolle (Waveform etc.) , Fokus-Peaking für die Schärfekontrolle, sowie Pegelanzeige für den Tonbereich.

 

Je nach verwendetem Codec werden Bildfrequenzen (Framerates) von 23,98; 24; 25; 29,97; 30; 50; 59,94 und 60 Bps unterstützt. Was das Herz von Kameraleuten hüpfen lässt, sind die 15 Blendenstufen Dynamikumfang. Die Kamera beherrscht Verlustfreies CinemaDNG RAW, RAW 3:1 sowie RAW 4:1.

Gespeichert wird auf CF Karten 2.0, die Kamera besitzt natürlich Ein,- und Ausgänge für Timecode.

 

Zwei XLR Eingänge mit Phantomspeisung sind für externe Mikrofone vorgesehen. Es gibt ein eingebautes Stereomikrofon, welches allerdings den sauber geangelten Ton mit einem Richtmikrofon nicht ersetzen kann.

 

Was nicht so gelungen ist...

Das Gehäuse wirkt ein wenig klumpig, Eleganz ist etwas anderes und Ergonomie gehört auch nicht zu den Stärken dieser ansonsten erstaunlich preiswerten Kamera. Was man allerdings schmerzlich vermisst, sind zuschaltbare ND Filter, ein absolutes Muss bei einer professionellen EB-Kamera. Dieses Feauture gibt es nur in der neueren Ursa-Broadscast-Version.

 

Banner Regie GK 4000

Banner Regie GK 4000

Weitere neue Artikel

Auf der Berlinale 2025 sprachen wir mit der Dänischen Regisseurin und Drehbuchautorin Jeanette Nordahl über ihren berührenden Film "Beginnings"

In der Berlinale-Reihe "Panorama" erzählt die Regisseurin in "Schwesterherz" sehr beeindruckend von einem moralischen Dilemma

In der Berlinale-Reihe "Panorama" erzählt der Film "Hysteria" von Dreharbeiten zu einem politischen Thema, die immer schwieriger werden...

Wie arbeiten Grundierung und Puder zusammen und wie korrigiert man Hautunreinheiten, Rötungen und mehr?

Zu den Aufgaben des Maskenbilds gehört die richtige Wahl der Farbtöne und die Abstimmung mit Kamera und Licht. Was bedeutet das für die Farbpaletten?

Für ruhige Filmaufnahmen aus der Hand bieten sich Objektiv,- und Sensorstabilisierung an. Welche ist besser oder braucht es die beide?

 Im richtigen Leben möchte man ihnen nicht begegnen,- im Kino sieht es ganz anders aus...

Geheimagenten sind im Kino zu schillernden Figuren geworden, was macht Agentenfilme so attraktiv?

Wie kommt das Alter auch jenseits romantisierender Almöhi- oder Harald & Maude Geschichten realistisch im Kino vor? Eine Suche...

So wie es "Slow Food" oder "Slow Sex" als Entschleunigung gibt, kann man das Wandern im Film als eine Art "Slow Roadmovie" ohne Auto bezeichnen...

Ist es das magische Blau, ist es das luxoriöse Umfeld oder warum hat das Kino sie immer wieder thematisiert?

Das Wahlmotto eines Zirkus, "Menschen, Tiere, Sensationen" könnte auch für das Kino gelten...