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farbfehler 2000

Farbfehler im Bild: Links und rechts wurde das Bild mit einer korrigierten Linse belichtet, oben und unten mit einer unkorrigierten Linse.

 

Farbfehler

So hochentwickelt heutige Objektive auch sind: An die Präzision des menschlichen Auges kommen sie nicht heran. Jedes Objektiv hat daher verschiedene Abbildungsfehler (Öffnungsfehler, Koma-Fehler, Astigmatismus, Verzeichnungsfehler, Bildfeldwölbung und Farbfehler), die von den Herstellern natürlich nach Kräften reduziert und weitgehend korrigiert werden.

Während fast alle Bildfehler für Schwarzweiß und Farbe gleichermaßen Gültigkeit haben, ist der Farbfehler besonders für Farbaufnahmen relevant. Manche Kamerahersteller sparen sich die aufwändigen Berechnungen, um möglichst fehlerarme Objektive herzustellen, indem sie elektronisch die Kommunikation zur Kameraelektonik nutzen um die Farbfehler digital zu korrigieren. Schon sind diverse Forschungsinstitute mit Programmen in den Startlöchern, um ähnlich wie bei der Farbkorrektur auch die spezifischen Fehler einzelner Objektive nachträglich per Software ausgleichen zu können.

Da das von unserm Motiv reflektierte Licht aus verschiedenen unterschiedlichen Spektralfarben besteht, die jeweils durch eine andere Wellenlänge definiert werden, kann es sein dass die Brechung der unterschiedlichen Wellen anders verläuft.  Folglich hätten wir es auch hinter der Linse entsprechend mit unterschiedlichen Abbildungsebenen zu tun. Die verschiedenen optischen Farbabbildungen wären dadurch auch entsprechend ihres Abstands vom Brennpunkt unterschiedlich groß. Je nach Vergößerung des späteren Bildes (etwa Kinoleinwand) werden die Fehler mehr oder weniger stark sichtbar.

 

bildfehler 2000

Bei einem nicht korrigierten Objektiv bilden sich die Farben an unterschiedlichen Stellen ab. Beim korrigierten Objektiv liegen die Brennpunkte der verschiedenen Farben zusammen.

 

Behebung des Farbfehlers

Um den Farbfehler zu beheben, versucht man mindestens zwei Farben in einem gemeinsamen Schnittpunkt in der optischen Achse zusammenzuführen. Die Korrektion eines Objektivs wird durch Glaswahl, verschiedene Krümmungsradien, Dicken und Abstände der einzelnen Linsen zueinander erzielt. Vor allem die Kombination von Linsen unterschiedlicher Glasart mit unterschiedlicher Brechungszahl hilft, den Farbfehler zu beheben. Je mehr Linsen eine Optik hat, desto mehr Möglichkeiten zur Korrektur bieten sich an. Aber leider ist eine gleichzeitige Behebung aller existierenden Bildfehler kaum möglich. Häufig verschlechtert die Korrektur des einen Bildfehlers die Korrektur eines anderen und jede zusätzliche Linse schluckt einen Teil des kostbaren Lichts. Objektive bleiben daher stets ein Versuch, alle auftretenden Bildfehler möglichst gering ausfallen zu lassen.

 

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