MC18 NOV17x2

Social Media Icons Shop 55

 

Nach Jahren der Ankündungen und des Rätselratens ist die Developer-Version in den USA nun lieferbar. Was verspricht,- was hält sie?

 

Nun das Unternehmen hat sich nicht weniger auf die Fahnen geschrieben, als die beste und intensivste Mixed / Augmented Reality Erfahrung zu produzieren. Um dieses Ziel zu erreichen gelang es dem Unternehmen seit 2011 über die Jahre 2,3 Milliarden US Dollar an Investorengeldern einzusammeln. Inzwischen gibt es auch bereits einige Kooperationen mit Content-Anbietern.

 

Magic waren vor allem die PR Aktionen, mit denen die Firma immer wieder die kritischen Nachfragen nach dem versprochenen Produkt und seinen Fähigkeiten besänftigen konnte. Nun also ist es so weit und die nun vorgestellte Brille soll also kein Prototyp mehr sein sondern später auch so für Consumer vermarktet werden. Die Webseite verspricht jedenfall eine gänzlich neue Seherfahrung und fast schon die Zukunft des Computers.

 

Was geht?

Die Brille ist nicht ganz die Stand- Alone Version, die man sich erhofft hatte, sie benötigt einen kleinen tragbaren Computer, der sich Lightpack nennt, dazu einen Controller und natürlich die Brille selber, Lightwear genannt. Die Brille besitzt sowohl nach Außen gerichtete Kamera für das Tracking der realen Umgebung, als auch nach innen gerichtete für das Eye-Tracking. Eingebaute kleine Lautsprecher oder wahlweise über Klinkenbuchse anschließbare Kopfhörer versorgen die User mit Ton.

 

Für Brillen ist das Design scheinbar nicht geeignet, aber man kann Linsen bestellen die den gewünschten Dioptrienausgleich vornehmen. Das Eye-Tracking scheint recht gut zu funktionieren und auch die Schärfeebenen werden zufriedenstellend abgebildet.

 

Wie alle AR Brillen kann auch sie die hinzugefügten (superimposed) Grafiken und Animationen nicht über das gesamte Sichtfeld des Users legen sondern nur über einen bestimmten, begrenzten Teil des Bildes. Allerdings ist dieser Teil bei der Magic Leap One größer als bei Microsofts Hololens. Die Kanten der eingestanzten Objekte sind deutlich sichtbar und von der Auflösung her kann die Brille nur die Auflösungen verbauen, die aktuell am Markt sind.

 

Was die ersten Tester etwa bei "The Verge" vermissten, ist die versprochene, angeblich absolut zukunftsweisende Lightfield-Technologie. Die Magic Leap One sei eher eine sehr gute, aber den anderen AR Brillen vergleichbare Brille.(https://www.theverge.com/2018/8/8/17662040/magic-leap-one-creator-edition-preview-mixed-reality-glasses-launch)

 

Ob das in einem schwierigen Markt ausreichen wird ohne die versprochenen Alleinstellungsmerkmale, wird sich zeigen. Die Developer-Edition kostet rund 2300,- USD, ob Consumer bereit sein werden, einen solchen Betrag auszugeben, ist die nächste ungeklärte Frage.

 

Abbildung: Magic Leap Pressfoto

 

Banner Regie GK 4000

Weitere neue Artikel

Für ruhige Filmaufnahmen aus der Hand bieten sich Objektiv,- und Sensorstabilisierung an. Welche ist besser oder braucht es die beide?

Geheimagenten sind im Kino zu schillernden Figuren geworden, was macht Agentenfilme so attraktiv?

Wie kommt das Alter auch jenseits romantisierender Almöhi- oder Harald & Maude Geschichten realistisch im Kino vor? Eine Suche...

Ist es das magische Blau, ist es das luxoriöse Umfeld oder warum hat das Kino sie immer wieder thematisiert?

Das Wahlmotto eines Zirkus, "Menschen, Tiere, Sensationen" könnte auch für das Kino gelten...

Regie ist ein so leidenschaftlicher Beruf, dass man kaum glauben kann, wie gelangweilt und uninspiriert manche Regisseure arbeiten

Räumen wir doch mal mit ein paar Unklarheiten, was die Lichtstärke von Objektiven bezogen auf die Bildgröße angeht, auf...

Arri hat eine neue, kompakte 65 mm Alexa vorgestellt, die das Drehen im größeren Format erleichtern soll

Der Sora KI Videogenerator ist ab sofort für Jeden verfügbar und produziert aus Textprompts realistische Videoszenen

Obwohl die Welt gerade viele Verwerfungen aushalten muss, Weihnachtsfilme geben uns den Glauben an ein besseres Miteinander wieder...

Die Darstellung von Prostitution im Film kann zutiefst realistisch aber auch unfassbar klischiert sein. Wo liegen die dünnen Trennlinien?

Dass es tatsächlich immer noch etwas kleiner geht, beweist DJI mit seinen neuen Mini-Funkstrecken