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Daten

 

Stella und der Stern des Orients

D 2008, 87 Min

REGIE: Erna Schmidt
DREHBUCH: Martin Dolejs
KAMERA: Andreas Höfer
SCHNITT: Karola Mittelstädt
TON: Jacob Ilgner
MUSIK: Andreas Hoge
DARSTELLER: Laura Berschuck, Hanna Schwamborn, Julius Römer, Edda Leech, Hans-Martin StierAxel Prahl

 

 

Regie:  Erna Schmidt

 

Kinostart: 25. Dezember 2008

 

Stellas Urgroßmutter ist verstorben und nun soll entschieden werden, was mit ihrem Haus geschieht. Dazu treffen sich Stellas Mutter und Stellas Oma am Sylvesterabend in dem alten Haus. Stella lässt sich von dem Verbot auf den Dachboden zu gehen nicht beeindrucken und stöbert dort in Koffern und Schränken herum. Sie zieht sich ein altes Kleid ihrer Urgroßmutter über und entdeckt in dem Kleiderschrank eine Schnitzerei die einen Sternenhimmel darstellt. Als sie ihr Amulett in eine dafür passende Mulde steckt, findet sie sich in einem altmodischen Mädchenzimmer wieder. Dort stehen ihr bald Ihre Urgroßmutter Clementine und deren Bruder Gustav als Kinder gegenüber. Doch viel Zeit für Verwunderungen und Erklärungen bleibt den Kindern nicht. Denn Clementines und Gustavs Vater benötigt dringend Geld für die Fertigstellung der von ihm begonnen Eisenbahnschienen, mit denen er sich stark verschuldet hat. Gemeinsam beschließen die Kinder sich auf die Suche nach dem „Stern des Orients" zu machen, den der Onkel der Kinder, ein Abenteurer, versteckt haben soll. Doch zwei Ganoven heften sich an ihre Fersen um den Stein an sich zu reißen. Das Abenteuer der Kinder führt sie durch hohe Schneelandschaften und konfrontiert sie mit ihren Ängsten. Doch in ihrer Freundschaft sind sie stark und halten zusammen.

Auch wenn der Einstieg etwas schwer fällt, da die Erzählstimme von Stella eher störend als hilfreich für das Einfühlen ist, wird hier ein winterliches Abenteuer klug inszeniert dargestellt. Die drei kleinen Hauptcharaktere sind gut gecastet und erfreulich ist auch das Fehlen der üblichen Verdächtigen des deutschen Films. Stella ist die Freche, Gustav der Kluge und Clementine die Vernünftige und so gibt es genügend Potential zur Reibung aber noch besser: zusammen machen sie einen starken „James-Bund" aus.
Die Ganoven erinnern an die klassischen Bösewichte aus schwarz-weiß Filmen und erfreuen mit einigen Slapstickelementen. Leider geht von Ihnen nie wirklich Gefahr aus, sodass die Ganoven den Film nicht unbedingt spannender machen.
Auch die Filmmusik ähnelt häufig derer alter Stummfilme indem sie z.B. den Bösewicht ankündigt. Das Abenteuer durch die Wälder wird aber auch mit schöner atmosphärischer Musik untermalt und hilft so die richtige Stimmung zu schaffen.
Die Ausstattung ist liebevoll gewählt, nicht zu viel und nicht zu wenig. Die Kamera ist häufig mittendrin bei den Kindern und so fühlt man sich als wäre man mit ihnen zusammen auf dem Weg zum Stern des Orients.

Am Ende wird alles gut was gut werden muss, was forciert wirkt aber dennoch schöne Bilder liefert. Auch die Entscheidung von Stella nach dem Abenteuer nicht mehr Astronautin zu werden, sondern Ärztin wie alle Frauen in ihrer Familie enttäuscht etwas, wird aber durch den Zusatz nur auf einem Raumschiff zu praktizieren wieder etwas abgefangen. Der Film bietet nicht viel Neues aber Altbewehrtes. Die Kinder die hinter mir in der Reihe saßen haben sich während des Films gut amüsiert und somit empfehle ich den Film den Kleinen und kann die Großen getrost als Begleitung mit in das winterliche Abenteuer schicken.

 

Gesehen von Mareike Dobewall

 

 

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