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 Kinosaal Rot 4000

Regie: Giuseppe Capotondi

 

Mysterie, Krimi, Thriller, Liebesfilm und wer weiß, was da noch alles drinsteckt. Für ein Spielfilmdebüt ist dieser Genremix durchaus gelungen, wenn auch nichts, was man wirklich im Gedächtnis behalten wird. Aber immerhin unterhaltsam und teilweise auch recht spannend.

Das Zimmermädchen Sonia lernt bei einem Speed-Dating den Wachmann Guido kennen und bald verlieben sich die beiden ineinander. Als Sonia Guido auf der Arbeit besucht, werden die beiden von bewaffneten Einbrechern überrascht. Als einer der Einbrecher Sonia zu vergewaltigen versucht, will Guido seine Geliebte beschützen und wird dabei im Kampf mit dem Verbrecher erschossen.
Sonia überlebt, ist allerdings kaum in der Lage mit dem Verlust ihres Liebsten fertigzuwerden. Auf einmal geschehen mysteriöse Dinge. Sonia glaubt gelegentlich Guidos Stimme zu hören und ihn sogar zu sehen. Offensichtlich verliert sie langsam den Verstand, oder plagen sie in Wirklichkeit irgendwelche Schuldgefühle? Ist Guido vielleicht gar nicht tot?

Die Geschichte ist doch weitaus komplexer, als man anfangs annimmt. So wird aus dem anfänglichen Liebesfilm, bald ein Mysterythriller, der immer wieder versucht den Zuschauer zu verwirren. Dann begibt man sich auch noch ins Krimi-Genre und schließt das Ganze als Drama ab. Bisschen kompliziert, aber man behält größtenteils den Überblick. Allerdings wirkt das Ganze auch ein wenig überladen. Immer neue Geheimnisse werden gelüftet, es gibt immer neue Wendungen und Ereignisse, und für 95 Minuten und eine eher kleine Geschichte ist das einfach etwas zu viel.
Trotzdem hat der Film gute Ideen, interessante Ansätze, spannende Momente und gute Schauspieler, und kann somit an einem gemütlichen Abend schon für ein wenig Kurzweil sorgen. Ein nicht rundum gelungener, aber doch ganz guter Beitrag aus Italien.

 

Mark Zaschka

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